Die gemischt genutzte Wohnanlage an der Aubinger Allee 120–122 in München Freiham wurde erfolgreich fertiggestellt und an den Erwerber übergeben. Das Projekt liegt im Stadtteil Freiham, einem der größten neuen Stadtquartiere Münchens mit einer Gesamtfläche von rund 350 Hektar, das als langfristiges Entwicklungsgebiet für Wohnen, soziale Infrastruktur und Nahversorgung konzipiert ist. Die Entwicklung umfasst fünf Baukörper mit Wohnnutzung und gewerblichen Flächen im Erdgeschoss und wurde als nachhaltiger, integrierter städtebaulicher Baustein geplant.
Das Projekt folgt einem ganzheitlichen, ESG-orientierten Ansatz mit Holz-Hybrid-Bauweise, hohen energetischen Standards (KfW 55), Photovoltaikanlagen sowie klimaresilienten Planungsmaßnahmen. Soziale Zielsetzungen spielten eine zentrale Rolle: Mindestens 60 % der Wohneinheiten sind Haushalten vorbehalten, die in systemrelevanten öffentlichen und sozialen Berufen tätig sind. Insgesamt umfasst der Wohnanteil rund 6.900 m² Wohnfläche, ergänzt durch drei Gewerbeeinheiten mit insgesamt etwa 760 m² sowie 96 Tiefgaragenstellplätze.
Während der Bauausführung kam es zu einer wesentlichen Herausforderung, als der beauftragte Generalunternehmer kurz vor Abschluss der Rohbauarbeiten Insolvenz anmeldete. Die angespannte Liquiditätssituation war im Vorfeld nicht transparent kommuniziert worden und wurde erst mit der Insolvenzanmeldung offensichtlich, was zu Verzögerungen und Kostendruck führte. Das Projektteam reagierte umgehend, strukturierte die Bauabwicklung neu und stellte auf eine Einzelvergabe um. Finanzierungspartner und zentrale Stakeholder wurden rasch eingebunden, sodass die Fortführung des Projekts gesichert werden konnte.
Durch aktive Steuerung in Planung, Vergabe, Bauleitung, Vertragsmanagement und Finanzcontrolling wurden flexible Prozesse etabliert, um Kosten zu stabilisieren, Terminsicherheit wiederherzustellen und die Ausführungsqualität zu sichern. Mängel aus der vorangegangenen Bauphase wurden systematisch erfasst und behoben, um den hohen Qualitätsanforderungen des Käufers gerecht zu werden. Trotz der komplexen Ausgangslage wurde das Projekt drei Monate vor dem vertraglich vereinbarten Übergabetermin fertiggestellt und innerhalb des vereinbarten Budgetrahmens realisiert.
Das Projekt wurde innerhalb der früheren Projektentwicklungsplattform umgesetzt, die von Borislav Mladjov mitgegründet wurde. Es spiegelt die persönliche Erfahrung und den Track Record des heutigen Managementteams von Montibor wider. Eine gesellschaftsrechtliche oder operative Verbindung zu den aktuellen Aktivitäten von Montibor bestand dabei nicht. Entwickelt wurde das Vorhaben durch die Projektgesellschaft Freiham Nord WA2 West GmbH als Vorhabenträgerin. Es unterstreicht die Bedeutung strategischer Anpassungsfähigkeit, klarer Entscheidungsstrukturen und entschlossenen Handelns zur wirksamen Risikosteuerung in komplexen Entwicklungsprozessen.
Januar 2026